Vogelfutter selber machen

Vogelfutter selber machen

Wer den gefiederten Freunden über den Winter helfen möchte, kann sein Vogelhäuschen im Garten oder auf Balkon und Terrasse optimal nutzen.

Hier lässt sich problemlos Vogelfutter unterbringen. Der Vorteil: Die Vögel können sich stärken und sind zugleich vor der Witterung geschützt. Wer ausreichend Zeit hat, sollte allerdings sein Vogelfutter selber machen.

Gekauftes Futter ist nämlich oft eine schlechte Alternative. Der Grund: Am Anfang des Winters werden meist Restbestände aus dem Vorjahr verkauft. Zudem ist das gekaufte Vogelfutter oft mit Samen von Pflanzen verunreinigt, die in mitteleuropäischen Breitengraden eigentlich nicht heimisch sind. Dazu gehört das Traubenkraut, welches schwere Allergien bei Mensch und Tier auslösen kann.

Videoanleitung – Vogelfutter selber machen

Bei der Recherche zum Thema bin ich auf dieses Video von TheGConcept gestoßen. Eine tolle Videoanleitung um Vogelfutter selber herzustellen. Es werden unterschiedliche Futterbeispiele genau erklärt. Neben der folgenden Anleitung bietet dieses Video eine tolle Ergänzung und kann inspirierend wirken.

Vogelfutter selber machen: das wird benötigt

Wer Vogelfutter selber machen möchte, braucht nur wenige Zutaten und etwas Zeit. Die Basis für gehaltvolles Vogelfutter stellt pflanzliches oder tierisches Fett dar. Rindertalg oder Schweineschmalz etwa können problemlos beim örtlichen Metzger besorgt werden. Weitere Zutaten für Körnerfresser sind feine Haferflocken, Hanf- und Sonnenblumenkerne sowie kleine Sämereien.

Wer für Weichfutterfresser Vogelfutter selber machen möchte, ersetzt die Körner einfach durch Rosinen, getrocknete Früchte und Beeren und kleingehackte Wal- und Haselnüsse. Für Gemischtfresser wie Meisen werden Körner und Weichfutter etwa hälftig verwendet. Wichtig: die Früchte und Beeren sollten nicht gezuckert sein.

Benötigt werden außerdem Behältnisse wie Blumentöpfe, kleine Netze, die Schalen von Kokosnüssen oder leere Joghurtbecher. Das fertige Futter wird in die Behältnisse gegeben. Diese werden anschließend beim Vogelhaus aufgestellt. Beim Vogelfutter selber machen wird zunächst das Fett in einem Topf langsam geschmolzen.

Sobald es anschließend ein wenig abgekühlt ist, wird die Futtermischung in das Fett gerührt. Dabei sollten Fett und Futtermischung in einem Verhältnis von eins zu 1,5 bis zwei stehen. Schließlich werden Fett und Futter durchgemischt, bis eine homogene Masse entstanden ist. Diese kann nun in unterschiedlichen Formen präsentiert werden.

Heart shaped bird feeder hanging on the tree. Help people to animals.

Vogelfutter selber machen: Futterglocken & Co

Für die Futterglocke muss zunächst eine Öffnung in den Boden des Gefäßes angebracht werden. Hier wird die Aufhängevorrichtung angebracht. Bei einem Behältnis mit glatter Oberfläche sollten in die Öffnung auch ein paar Stöckchen für Sitzstangen angebracht werden.

Während des Abkühlens sollte die Masse eine breiige Konsistenz bekommen. Falls das Gemisch zu fest oder zu flüssig ist, lässt sich das einfach ausgleichen. Je nachdem wird einfach weiteres Fett oder Futtermischung hinein gegeben. Wer öfter Vogelfutter selber machen möchte, hat aber schon bald die notwendige Erfahrung. Befüllt wird das Gefäß erst, wenn die optimale Konsistenz erreicht ist.

Vogelfutter selber machen: Alternativen zur Futterglocke

In kleinen Gärten oder auf Balkonen wirkt die Futterglocke optisch oft zu wuchtig. Die Besitzer brauchen auf das Vogelfüttern dennoch nicht verzichten und können in verschiedenen Varianten Vogelfutter selber machen.Für Vogelplätzchen wird ein Teig aus Rosinen, feinen Haferflocken, getrockneten Beeren, kleingehackten Wal- und Haselnüssen, kleinen Apfelstücken und Kokosfett zubereitet.

Anschließend wird er auf einer glatten Fläche flach ausgebreitet. Die Plätzchen werden mit Plätzchenformen ausgestochen. Mit einem Nagel wird ein Loch in die noch weichen Plätzchen gestochen, um sie besser aufhängen zu können. Auch Meisenknödel lassen sich als Vogelfutter selber machen: Hierfür werden aus dem Fett-Futter-Brei Kugeln mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern geformt. Sobald diese abgekühlt sind, werden sie in die Netze eingeschlagen.

Alternativen gibt es auch für Vögel, die nicht gerne an Futterglocken oder Meisenknödel gehen. Für diesen Fall kann Streufutter im Vogelhaus ausgelegt werden. Auch für diesen Zweck können Garten- und Balkonbesitzer nach der genannten Vorgehensweise Vogelfutter selber machen.

Gartenbesitzer, die einen Baum mit rissiger Rinde auf dem Grundstück haben, können Vogelfutter selber machen und dies relativ naturnah servieren: Sie streichen den Brei einfach in die Borke. Jedoch sollte das nur kleinflächig erfolgen. Übrig gebliebenes Futter verdirbt im Lauf der Zeit und wird von den Vögeln nicht mehr angerührt. Löcher in toten Ästen bieten sich ebenfalls an. Einige Vogelarten nehmen dieses Angebot gerne und sogar besser an als andere Varianten.

Wenn die Zeit für die Zubereitung des Futters fehlt, lassen sich außerdem Früchte für Weichfutterfresser auslegen. Die Früchte können einfach auf den Boden gelegt oder auf Äste gesteckt werden.

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