Vogelfutter

Vogelfutter im Vogelhaus

Winterfütterung: Nicht nur auf das Vogelfutter kommt es an

Der Winter bietet Immobilienbesitzern und Mietern gleichermaßen unmittelbare Naturerlebnisse direkt vor dem Fenster oder der Haustür. Dann nämlich, wenn sie auf ihrem Grundstück ein Vogelhäuschen aufstellen. Darin streuen sie gerne Vogelfutter aus und können so die gefiederten Freunde in Ruhe beobachten, wenn sich diese stärken.

Doch es gilt einiges zu beachten, um einen optimalen Futterplatz zu schaffen. Das betrifft nicht nur das Vogelfutter – schließlich hat jede Art ihre besonderen Vorlieben – sondern auch das Vogelhaus an sich.

Den optimalen Standort finden

Wer im Vogelhaus oder in dessen Umfeld füttern möchte, sollte dies an einem übersichtlichen Ort aufstellen. Der Grund: Die Futterplätze sind im Winter ein bevorzugtes Jagdrevier für Katzen. Die Vögel sollten ihre Feinde also rechtzeitig sehen können, um nicht ihre Henkersmahlzeit einzunehmen.

Darüber hinaus sollten täglich – notfalls auch mehrmals – kleine Mengen Vogelfutter im Vogelhaus ausgestreut werden. Dadurch bleibt das Futter stets frisch und kann nicht vergammeln oder festfrieren. Wichtig ist außerdem, das Vogelhaus täglich zu reinigen. Dadurch können sich keine schädlichen Erreger ausbreiten.

Weil die Geschmäcker verschieden sind

Obwohl Sonnenblumenkerne die Basis der meisten Futtermischungen bilden, wird Vogelfutter in drei Arten unterschieden: Reines Körnerfutter, Weichfutter und Mischfutter. Diese untergliedern sich weiter in verschiedene Sorten, die von diversen Arten bevorzugt sind.

In der Natur hat sich nämlich jede Art ihre eigene ökologische Nische gesucht. Und diese wirkt sich naturgemäß auch auf das Fressverhalten im Winter aus. Das zeichnet die verschiedenen Arten an Vogelfutter aus:

Körnerfutter

Bei Körnerfutter handelt es sich um Samenmischungen. Diese bestehen zu etwa zwei Dritteln aus Sonnenblumenkernen und etwa 25 Prozent aus Hanfsamen. Diese Samen zeichnen sich durch ihren hohen Ölgehalt als gute Energielieferanten aus.

Aufgelockert werden diese Mischungen mit kleinen Sämereien, Haferflocken und gehackten Nüssen. Bevorzugt wird dieses Vogelfutter vor allem von den Finkenvögeln und Sperlingen.

 

Weichfutter

Weitaus mehr Arten bevorzugen jedoch das sogenannte Weichfutter. Dazu gehören unter anderem Drosseln, Amseln, die Heckenbraunelle, Wintergoldhähnchen, Rotkehlchen und Zaunkönig. Weil sie in der freien Natur Insektenfresser sind, sollte auch das Vogelfutter an ihre Fressgewohnheiten angepasst werden.

Diese Arten bevorzugen im Winter Getreideflocken, Rosinen und Äpfel, aber auch Mehlwürmer und Mischfutter. Allerdings muss beim Mischfutter das darin enthaltene Fett für sie gut erreichbar sein.

 

Mischfutter

Beim handelsüblichen Mischfutter handelt es sich um Mischungen aus Körnern und Fett. Diese Kost wird unter anderem von Meisen, Spechten und Kleibern bevorzugt. Verwendet wird diese Futterkombination beispielsweise in Meisenknödeln.

Daneben bieten einige Vogelfutter-Spezialisten Mischungen aus Weichfutter, Fett und Körnern an. Diese enthalten meist eine Mischung aus Haferflocken, Vogelbeeren, Hanf, Hirse, Rosinen, Erdnüssen, Rindertalg, Bachflohkrebsen, Kraftpellets und Fleischgrissel.

 

Wo wird das Vogelfutter aufgetischt?

Das Vogelhaus wird zwar gern als Futterstelle genutzt, weil Vögel und Futter hier auch vor der Witterung geschützt sind. Jedoch sollte an einem optimalen Futterplatz auch das Such- und Fressverhalten der verschiedenen Vögel berücksichtigt werden.

So bevorzugen sämtliche Meisen hängendes Futter, während Bergfink, Amseln, Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Rotkehlchen am liebsten am Boden fressen. Gartenbaumläufer, Kleiber und Spechte besuchen die Futterstelle dagegen gern, wenn das Futter in einem Futterholz oder an der Rinde eines Baumes präsentiert wird. Sperlingen, Staren und Buchfinken hingegen ist der Ort weitgehend egal. Futtersäulen und Häuschen besuchen sie allerdings besonders gern.

Wie lange ist Vogelfutter notwendig?

Ganzjährig sollte für Wildvögel jedoch kein Futter bereitgestellt werden. Sie finden in der freien Natur schließlich ausreichend Nahrung und tragen damit zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichtes bei. Naturschützer und Verbraucherzentralen empfehlen, das Vogelfutter erst nach dem ersten Schneefall und bei Dauerfrost auszustreuen.

Erst zu diesem Zeitpunkt wird das Futter in der Natur für die Vögel knapp. Angeboten werden sollte das Vogelfutter anschließend durchgehend bis in den Frühling hinein. Keinesfalls sollte die Fütterung abrupt beendet werden. Dadurch können sich die Vögel wieder daran gewöhnen, ihr Futter selbst suchen zu müssen.

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