Wildvogelaufzucht

Wildvogelaufzucht Meise

Wann die Wildvogelaufzucht Sinn macht und wie es geht?

Vor allem im Frühling stehen viele Vogelfreunde regelmäßig vor einem regelrechten Dilemma: Sie sehen oder hören im Garten kläglich piepsende Jungvögel und wissen oft nicht, ob sie helfend eingreifen sollen oder doch nicht.

Ob die Wildvogelaufzucht im Einzelfall Sinn macht, lässt sich jedoch anhand einfacher Regeln ausmachen.

Erst beobachten, dann handeln

Die scheinbar jämmerlichen Schreie der Jungvögel sind in zahlreichen Fällen kein Anzeichen dafür, dass sie tatsächlich Hilfe benötigen. Denn sie geben damit nur ihren Standort an, damit sie die Elternvögel, die unterwegs auf Futtersuche sind, auch wieder leicht finden. Wer einen schreienden Jungvogel in seinem Garten findet, sollte also zunächst einmal beobachten, ob das Küken von seinen Eltern versorgt wird.

Sollte sich das Küken hingegen in Gefahr befinden, beispielsweise weil viele Katzen in der Gegend herum streunen, ist natürlich schnelleres Handeln angesagt. Hier reicht es oft schon aus, ein provisorisches Nest zu bauen, in dem die Küken vor Fressfeinden geschützt sind, um die weitere Versorgung durch die Elterntiere zu gewährleisten. Ist das nicht der Fall, kann der Vogel ruhig in Obhut genommen werden, allerdings sollte sicherheitshalber ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, um die Wildvogelaufzucht artgerecht zu gestalten.

Wichtig für dieWildvogelaufzucht: Um welche Art von Vogel handelt es sich?

Zunächst sollte abgeklärt werden, ob es sich bei dem Findlingsvogel um einen Nesthocker oder einem Nestflüchter handelt. Erstere sind beim Schlüpfen weit weniger entwickelt als Nestflüchter und deshalb stark abhängig von den Eltern. Bei diesen macht die Wilvogelaufzucht deshalb auch mehr Sinn, wenn die Vereinigung mit den Eltern nicht gelingt. Ein erster Versuch, um dem Küken zu helfen, kann darin bestehen, es ins Nest zurück zu setzen.

Im nächsten Schritt sollte abgeklärt werden, ob es sich um einen sogenannten Nestling oder um einen schon flüggen Vogel handelt. Bei einem verlassenen Nestling, der noch nicht selbst fliegen kann, macht die Wildvogelaufzucht in jedem Fall Sinn. Denn er hat das Nest nicht ohne Grund verlassen und ist auf Hilfe angewiesen.

Sollte es nicht möglich sein, das Küken ins Nest zu setzen, muss der Vogel zunächst in der Hand aufgewärmt werden, bevor die nächsten Schritte der Wildvogelaufzucht angegangen werden. Die erste Anlaufstelle ist in jedem Fall der Tierarzt, der auch Auffangstationen nennen kann, wo die Wildvogelaufzucht übernommen wird, falls man selbst keine Möglichkeit dazu hat.

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